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Arbeitgebende müssen besonders gefährdete Personen schützen

Textquelle: BAG Stand 11. Mai 2020 / Quelle Beitragsbild: Wikipedia

Arbeitgebende müssen besonders gefährdete Personen schützen

Gefährdete Arbeitnehmende sollen besonders geschützt werden. Der Bundesrat hat am 16. April 2020 präzisiert, wer besonders gefährdet ist und was im Rahmen der Schutzmassnahmen zu beachten ist.

Arbeitgeber ermöglichen besonders gefährdeten Personen, ihre Arbeit von zu Hause aus zu erledigen. Dazu treffen sie geeignete organisatorische und technische Massnahmen und ermöglichen bei Bedarf angemessene Ersatzarbeit.

Kann die besonders gefährdete Person nur vor Ort arbeiten, müssen die Arbeitgeber Abläufe oder den Arbeitsplatz so anpassen, dass die betroffene Person geschützt ist. Wenn sich ein Arbeitgeber nicht daran hält, kann der Betrieb geschlossen werden.

Wenn es nicht möglich ist, dass eine betroffene Person zu Hause arbeitet und sie das Risiko am Arbeitsplatz als zu hoch einstuft, kann sie die Arbeit im Betrieb ablehnen. Der Arbeitgeber muss in diesem Fall den Lohn weiter bezahlen.

Eine besonders gefährdete Person teilt ihre besondere Gefährdung ihrem Arbeitgeber durch eine persönliche Erklärung mit. Der Arbeitgeber kann ein ärztliches Attest verlangen.

Personen ab 65 Jahren oder mit bestehender Vorerkrankung

Viele Menschen werden nach einer Erkrankung mit dem neuen Coronavirus wieder gesund. Aber für folgende Personen ist das Virus gefährlich. Denn vor allem bei ihnen kann die Erkrankung schwer verlaufen:

  • Personen ab 65 Jahren
  • Erwachsene mit folgenden Vorerkrankungen
    • Bluthochdruck
    • Chronische Atemwegserkrankungen
    • Diabetes
    • Erkrankungen und Therapien, die das Immunsystem schwächen
    • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
    • Krebs

Im Anhang 6 der COVID-19-Verordnung 2 listen wir laufend auf, wer nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen als besonders gefährdet gilt.

Falls Sie unsicher sind, ob Sie zu den besonders gefährdeten Personen gehören, wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

So können Sie sich schützen

Wenn Sie älter als 65 sind oder eine der oben aufgeführten Vorerkrankungen haben, gelten folgende Massnahmen:

  • Bleiben Sie zuhause oder in geschützter Umgebung (z.B. im eigenen Garten).
  • Benutzen Sie keine öffentlichen Verkehrsmittel.
  • Lassen Sie eine Freundin, einen Freund oder Nachbarn für Sie einkaufen. Sie finden auch Unterstützungsangebote bei verschiedenen Organisationen, über Ihre Gemeinde oder das Internet.  
  • Nutzen Sie für geschäftliche und private Treffen das Telefon, Skype oder ein ähnliches Hilfsmittel.
  • Vermeiden Sie persönliche Kontakte.

Wenn Sie zum Arzt müssen, fahren Sie mit Ihrem Auto oder Velo oder gehen Sie zu Fuss. Ist das nicht möglich, dann nehmen Sie ein Taxi. Halten Sie mindestens zwei Meter Abstand zu anderen Personen und beachten Sie die Hygieneregeln.

Wenn Sie berufstätig und wegen Vorerkrankung gefährdet sind, muss Ihr Arbeitgeber Sie schützen. Der Bundesrat hat am 16. April präzisiert, was dabei zu beachten ist. Informationen dazu finden Sie auf der Seite Empfehlungen für die Arbeitswelt.  

Haben Sie ein oder mehrere Krankheitssymptome wie Husten (meist trocken), Halsschmerzen, Kurzatmigkeit, Fieber, Fiebergefühl, Muskelschmerzen oder plötzlicher Verlust des Geruchs- und/oder Geschmackssinns? Dann rufen Sie sofort Ihre Ärztin/Ihren Arzt oder ein Spital an. Auch am Wochenende. Beschreiben Sie Ihre Symptome und sagen Sie, dass Sie zu den besonders gefährdeten Personen gehören.

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