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Weltnierentag auf dem Waisenhausplatz  2015

Leckeres Risotto wärmt die Magen am Welt-Nierentag in Bern 

Bern, 12. März 2015. Trotz blauem Himmel und strahlendem Sonnschein waren die Helfer und Helferinnen am Stand des Verband Nierenpatienten Schweiz (VNPS) froh, ihre Hände an Schalen mit dampfendem Safran Risotto wärmen zu können. Während der Mittagszeit servierten Vorstand und Mitglieder des Verbandes interessierten Passanten am Waisenhausplatz in Bern ein leckeres Risotto– gekocht von Myriam Zumbühl, Kochbuchautorin und Fernsehköchin, nach Rezepten aus dem neuerschienenen Kochbuch für dialysegerechte Ernährung. Der Informationsanlass diente dazu, die Öffentlichkeit auf die überlebenswichtige Funktion der Nieren hinzuweisen – und gleichzeitig auch Bewusstsein für eine dialyse- und gesundheitsgerechte Ernährung zu schaffen.

Weltweit leiden immer mehr Menschen an einer Nierenerkrankung. Bewegungsmangel und Fehlernährung führen zu den Zivilisationskrankheiten Diabetes und Bluthochdruck. Diese sind in den Industrieländern die häufigsten Ursachen für ein chronisches Nierenversagen. Rund 10 Prozent der Bevölkerung in Industrieländern sind von Nierenproblemen betroffen und allein in der Schweiz sind über 3‘000 Menschen auf eine Dialyse angewiesen. Diese nimmt viele Stunden pro Woche in Anspruch und schränkt das Leben der Betroffenen stark ein.

Um Menschen mit Nierenleiden zu unterstützen, wurde vor 40 Jahren der Verband Nierenpatienten Schweiz (VNPS) gegründet. Der VNPS ist eine Selbsthilfe-Vereinigung für Patienten und vertritt Menschen jeden Alters mit Nierenversagen, die auf eine Dialysebehandlung angewiesen sind oder eine Nierentransplantation hatten. Bereits in frühen Jahren setzte sich der VNPS für das Thema Transplantation ein und machte die breite Öffentlichkeit auf die Möglichkeit zur Organspende aufmerksam. Die 1500 Mitglieder des VNPS werden entweder durch eine der 14 Regionalgruppen betreut oder nutzen das Angebot des VNPS direkt als Einzelmitglieder.

Myriam Zumbühl kocht leckeres (und dialysegerechtes) Safran Risotto

„Wer krank ist, der braucht Kraft. Und nur wenn das Essen auch gut schmeckt, ernährt man sich gern richtig  und ausreichend, “ bestätigt Prof. Dr. Bruno Vogt, Chefarzt der Universitätsklinik für Nephrologie des Inselspitals und Medizinscher Vorstand des VNPS. Am diesjährigen Welt-Nierentag feierte der VNPS sein 40-jähriges Bestehen mit einem öffentlicher Info- und Degustationsanlass auf dem Waisenhausplatz in Bern. Die bekannte Fernsehköchin Myriam Zumbühl servierte Interessierten ein schmackhaftes Safran Risotto und Zitronenschnitten zum Dessert, gekocht nach Rezepten aus dem kürzlich erschienenen «Kochbuch für dialysegerechte Ernährung», das von AbbVie Schweiz herausgegeben wurde. Eine angepasste Ernährung ist die Grundlage für ein gutes Wohlbefinden, die Erhaltung der Lebensqualität und der körperlichen Leistungsfähigkeit.

Das Kochbuch zeigt, was es bei der Ernährung mit einer eingeschränkten Nierenfunktion zu beachten gilt und dass Betroffene trotz Nierenersatztherapie genussvoll essen können.

Mehr Unabhängigkeit bei der Dialyse

Die Nieren spielen eine zentrale Rolle für unsere Gesundheit. Versagen die Nieren, sehen die Symptome bei jedem Patienten oder jeder Patientin anders aus. Manche Betroffene fühlen sich erst dann krank, wenn ihre Nieren bereits nicht mehr in der Lage sind, die Abfallstoffe aus dem Blut zu entfernen. Deshalb spricht man bei Nierenversagen oft von einer stillen oder schleichenden Erkrankung, die entweder mit einer Dialyse oder einer Nierentransplantation behandelt werden kann. Bei der Dialyse wird ein Teil der Aufgaben der Niere von künstlichen Hilfsmitteln übernommen. Es gibt zwei Dialysearten: Hämodialyse und Peritonealdialyse. Der Beginn einer Hämodialysetherapie ist für alle Patientinnen und Patienten sowie ihre Angehörigen ein einschneidendes Ereignis. Die ambulante Therapie wird in der Regel dreimal wöchentlich durchgeführt und dauert jeweils mehrere Stunden. Bei der Heim-Hämodialyse (digh dose hemodialysis) stehen den Patienten Dialysegeräte, die mit besonderen Sicherheitsvorrichtungen ausgestattet sind, für den Gebrauch zu Hause zur Verfügung. Dabei muss allerdings sichergesellt werden, dass immer eine weitere Person zugegen ist, die bei Bedarf helfen kann, wenn der oder die Betroffene an das Gerät angeschlossen ist.

Die Behandlungsmethoden unter dem Oberbegriff Peritonealdialyse haben in der Häufigkeit ihrer Anwendung weltweit zugenommen. Am stärksten verbreitet ist die kontinuierlich ambulante Peritonealdialyse (CAPD), die fünfmal pro Woche und ohne maschinellen Aufwand zu Hause, am Arbeitsplatz oder am Urlaubsort durchgeführt werden kann. Patienten sind dadurch in der Lage, weitestgehend frei zu entscheiden, wann sie ihre Dialyse durchführen wollen, da sie zur Behandlung kein Dialysezentrum aufsuchen müssen. Daher eignen sich die Heim-Hämodialyse und die CAPD insbesondere für Patienten, denen die eigene Unabhängigkeit besonders wichtig ist.

Weitere Informationen und Bestellung des Kochbuch für eine dialysegerechte Ernährung: >>>

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