Behandlung

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Ursachen und Behandlung des chronischen Nierenversagens

 

Niere (Bild aus Wikipedia)
  • Glomerulonephritis
  • Pyelonephritis
  • Erbliche Nierenerkrankungen
  • Gefäßbedingte Nierenerkrankungen
  • Durch Medikamentenmißbrauch ausgelöste Nierenerkrankungen
  • Nierenfunktionsstörungen infolge anderer Erkrankungen (Bluthochdruck, Diabetes
    mellitus)
  • Zysten

Dialyse:     Dia = hindurch     Lyse = (Auf-)Lösung

Unter dem Begriff „Nierenersatztherapie“ werden alle Behandlungsmöglichkeiten zusammengefasst, welche die ausfallenden Funktionen der Nieren übernehmen.

Diese umfassen:

  • die Hämodialyse
  • die Peritonealdialyse (auch Bauchfelldialyse oder Dialyse zu Hause) und
  • die Nierentransplantation

Hämodialyse

das Blut wird ausserhalb des Körpers an einer halbdurchlässigen (= semipermeablen)  Membran vorbeigeleitet; durch diese Membran entweichen die harnpflichtigen Substanzen in eine sterile Flüssigkeit (Dialyselösung), die jenseits der Membran vorbeifliesst, weg in die Abwasserleitung. Die ambulante Therapie ist in der Regeldreimal wöchentlich notwendig und dauert jeweils mehrere Stunden.

Hämodialyse:     Hämo = Blut

Peritonealdialyse (PD)

Das Bauchfell, eine dünne Schleimhaut, kleidet die Innenseite der Bauchwand aus und umschliesst sämtliche Organe, die sich darin befinden (Darm, Leber, Milz und andere). Das Bauchfell wirkt wie eine semipermeable Membran.

Ueber einen Katheter, der von aussen durch die Bauchwand hindurchführt, wird mehrmals täglich eine sterile Flüssigkeit (=Dialyselösung)  in die Bauchhöhle geleitet, darin lösen sich die harnpflichtigen Substanzen, die durch das Bauchfell hindurchtreten. Dieser „Urin“ (= das Dialysat)  wird verworfen und durch frische Lösung ersetzt.

Je nach Verfahren spricht man zum Beispiel von APD (= akute Peritonealdialyse im Spital ohne Apparat), CAPD (= continuierliche ambulante Peritonealdialyse, ohne Apparat); NPD (= nächtliche Peritonealdialyse meist mit Apparat) bzw CCPD (Chronische Cycler-Peritoneal-Dialyse, immer mit automatischem Gerät).

Peritoneum:   Bauchfell, Bauchhöhle

Transplantation

Organübertragung von lebenden oder verstorbenen Spendern (deren irreversibler Hirntod von drei Fachärzten, die vom Entnahmeteam unabhängig sind, festgestellt wird).

Das große Problem: Im Durchschnitt lange Wartezeiten infolge nicht ausreichender Organspenden.